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(Endlichkeit)

Der Tod ist ein Skandal! Aber er gibt dem Leben auch seine Einzigartigkeit. Kein Moment wird zurückkommen. Im brasilianischen Salvador de Bahia steht auf der Fassade der Franziskanerkirche: «Alle Stunden verletzen, die letzte tötet.» Gäbe es die Endlichkeit nicht, gäbe es keine Verantwortung, keine Kreativität, keinen Willen zum Leben. Für den Körper ist der Tod natürlich, die Zellerneuerung des Körpers wird immer langsamer.

Jean Ziegler im schweizer Tagesanzeiger

Jubiläumsausstellung

20. Jahre Künstlerstipendium in Willingshausen
in der Kunsthalle und im Gerhardt von Reutern-Haus Willingshausen
6. August bis 11. September 2016
Kunsthalle Willingshausen, Merzhäuser Straße 1, 34628 Willingshausen
Eröffnung: 5. August 2016, 19.00 Uhr
Zum 20 Jährigen Jubiläum  werden in der Kunsthalle Arbeiten der Stipendiaten gezeigt, die während ihres Aufenthaltes in Willingshausen entstanden sind. Darüber hinaus haben ein Großteil der Stipendiaten (wie ich auch)  als Hommage an das Stipendium und Willingshausen aktuelle Werke geschickt, die aufscheinen lassen, woran sie jetzt arbeiten.
Zur Eröffnung werde ich mich auch mal wieder in Richtung Hirtenhaus aufmachen…

Stipendiaten (in chronologischer Reihenfolge) waren: Anna Holldorf, Daniel Sambo-Richter, Thomas Offhaus, Elke Pollack, Mette Joensen, Michael Fieseler, Michael Lampe, Barbara Wrede, Ulrich Harder, Thomas Henke, Sebastian Hempel, Silke Riechert, Tilo Baumgärtl, Katrin Gaßmann, Jürgen Bergbauer, Verena Landau, Milen Miltchev, Hennig Bohl, Julia Oschatz, Jens Nedowlatschil, Daniel Behrendt, Elke Mark, Andrea Froneck-Kramer, Carsten Weitzmann, Anett Frontzek, Thorsten Streichardt, Markus Stein, Marcel Krummrich, Daniela Witzel, Michael Göbel, Friederike Lorenz, Julia-Charlotte Richter, Anja Köhne, Maciek Rajca, Verena Waldmüller, Nina Kaun, Jana Lange, Romina Abate, Susanne Wagner, Marven Graf, und Thilo Jenssen.

«ECHOS»

Da ich ja nicht nur selbst künstlerisch arbeite, sondern auch gelegentlich Atelierrundgänge organisiere, Ausstellungen zusammenstelle und betreue, und in der Kunsthochschule Kassel tätig bin, gab es die Möglichkeit eine themengebundene Ausstellung mit Studierenden, bzw. Absolventinnen und Absolventen der Hochschule zu machen, zu der ich herzlich einladen möchte.
Die Ausstellung, die ich im Team mit Jutta Lange und meinem Galerie Coucou-Kollegen Milen Krastev kuratiert und organisiert habe, wird am Samstag im Kasseler Museum für Sepulkralkultur eröffnet:
ECHOS – Elf künstlerische Positionen aus der Kunsthochschule Kassel
10. Juli – 11. September 2016  |  Eröffnung: Samstag, 9. Juli 2016, 18.00 Uhr

ECHOS Folder1 ECHOS Folder2

Stufen

Hier ein paar Detailbilder meiner neuen Skulpturenserie. Bisher sind zwei der vier Blöcke fertig.

Stufen I (pic. 1) Stufen I (pic. 2) Stufen I (pic. 3) Stufen I (pic. 4)

Stufen II (pic. 1) Stufen II (pic. 2) Stufen II (pic. 3) Stufen II (pic. 4)

„Stufen“ (aus der Serie der „Gedankengebäude“), 2016
Lack auf Holzwerkstoffen, je 55 x 40 x 130cm

Der Atelierrundgang 2015

war in den letzten Wochen zentrales Beschäftigungsthema. Die Vorbereitung & Planung, die Printprodukte und vor allem die Webseite, die aufgrund der App eine Datenbankbasis bekommen mußte. Das haben die Kollegin Karin Thielecke und ich aber jetzt einigermaßen zeitig hinbekommen, und die Materialien werden gerade an die Teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler verteilt. Es ist also (fast) alles vorbereitet für das Wochenende – bleibt noch die Einladungen rauszuschicken (und natürlich das Atelier in einen präsentierbaren Zustand zu bringen).

Kasseler Atelierrundgang 2015 | 92 KünstlerInnen an 53 Standorten öffnen ihre Ateliers
Ich werde am Samstag, den 19. September mein Atelier von 11 bis 19 Uhr geöffnet haben und bin die Standortnummer 38 des Kasseler Atelierrundgangs.
Weiter Infos gibt’s auf der Webseite: www.atelierrundgang.net und für die Rundgangstage auf dem Smartphone empfehle ich die neue (Web-)App: www.atelierrundgang.net/app.

Exdozent

…noch nicht ganz, aber das Hochschulengagement ist so gut wie beendet.

Kollege Prof. Jens Brand telefonierend vor dem Wiels in Brüssel

sharing time

Ich habe sehr viel Spaß mit den Kolleginnen und Kollegen gehabt und viel gelernt. Die Arbeit mit den Studierenden hat mich stärker gefordert als vorher angenommen, wenngleich mein Erfahrungs- und Wissensvorsprung in den meisten Fällen durchaus noch recht groß war. Aber auch (besser: gerade) interessierten Menschen muss man einiges bieten, um sie weiter zu bringen. Ich denke ich habe das zumindest bei einigen „meiner“ BasisstudentInnen ganz ordentlich hinbekommen. Auch das hat mir viel Spaß gemacht!

u. a. StudentInnen im Treppenhaus des Wiels in Brüssel.

von oben herab

Überraschend für mich ist tatsächlich das Durchschnittsalter der ErsemesterInnen gewesen, aber G8 und der Wegfall der Wehr(ersatz)zeit bedeutet für die Hochschulen natürlich eine Verjüngung der Studienanfänger. Glücklicherweise bin ich von Elternabenden durch das Fehlen Minderjähriger (knapp!) verschont geblieben, aber in anderen Fächern sind auch solch seltsame Auswüchse wohl durchaus üblich.
Jürgen Klauke, mit dem ich während der Vorbereitung seiner Ausstellung bei uns in der Galerie Coucou zusammentraf, meinte dazu verwundert, wie so junge Menschen denn Kunst machen könnten – „die haben doch noch gar nichts weggeschmissen!“.
Interessanter Ansatz, dass man erstmal einiges im Leben hinter sich gelassen haben sollte um eine weiterführende, künstlerische Auseinandersetzung zu führen.

…start over

work
Eigentlich bin ich ja so stark in Projekte und Lehre eingespannt das keine Zeit für die eigene Arbeiten bleibt, aber Tests und Versuche müssen dann doch sein. (Schnell ein Foto posten, damit es wahr ist!)

Wenn meine Studenten dann den Rundgang hinter sich haben wird mein Atelier vom Abstellraum auch wieder zum Arbeitsraum!