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Nachtrag zu Bühl und Kassel

Die Ausstellungen (vor allem Bühl) sind ja schon ein wenig her und ich habe in diesem kleinen und etwas vernachlässigten Blog darüber nicht, bzw. wenig berichtet. Das liegt zum einen daran, das ich nach der Ausstellung mit Elke Zauner direkt in den Urlaub gefahren bin und eine wunderbare Zeit in Belgien verbracht habe, und zum anderen auch sonst mal wieder das Leben (sprich: „real-life“) außerhalb des Internets dazwischen kam. Es war viel los.

Bühl - Stufen mit HutIn die „Review-Abteilung“ meiner Portfoliowebseite ist bereits die jeweilige Fotodokumentation zu sehen.

Beide Ausstellungen haben, in meinen Augen, gut funktioniert. Trotz der räumlichen Schwierigkeiten in Bühl (der Friedrichsbau ist alles andere als ein neutraler „white cube“), passten die stark farbigen Malereien von Elke Zauner, wie schon in Offenburg, erstaunlich gut zu meinen eher zurückhaltenden, aber raumgreifenden Arbeiten. Schön, meine Skulpturen mal mit so viel Luft präsentieren zu können. Das diesesmal kein wirklicher Dialog entstehen wollte ist tatsächlich den hier nahezu getrennten Ausstellungsbereichen „Wand“ und „Innenraum“ geschuldet.
Etwas schwierig eben.

Rauschen mit HundIn der kleinen Galerie Coucou in Kassel ist dagegen -eher ungeplant- fast eine Themenausstellung entstanden.
Nachdem wir uns nach vielen Titelversuchen (Titel sind immer schwierig) geistesblitzig auf „Rauschen“ geeinigt hatten, ordneten sich die Arbeiten fast diesem Begriff unter. Und obwohl die kratzig-abgewetzen, kleinformatigen Malereien von Andrea Müller-Osten nahezu komplementär anders aussehen als meine eher glatten Arbeiten, verbinden sie sich auf der inhaltlichen Ebene zu einem Versuch über Vergangenes oder Eindrücken, die so etwas wie Nachbilder produzieren. Warum kann ich so wenig erkennen und wie soll ich die Einzelteile zusammensetzen um überhaupt so etwas wie einen Sinn zu erkennen? Ein Bild- und Erinnerungsrauschen.

Als Nachtrag zu Belgien möchte ich noch auf die etwas andere Stadtführung hinweisen, die wir in Charleroi (60km südlich von Brüssel) mitgemacht haben. Über sechs Stunden informiert und zeigt Nicolas Buissart seine Heimatstadt, die, laut einer Umfrage in einer niederländischen Zeitung, die „hässlichste Stadt der Welt sein soll. Nun gut, die ehemalige Industriestadt ist in vielen Teilen dem Verfall preisgegeben, wie man es im Ruhrgebiet nicht mehr findet. Der rostige Rest der (fast) toten Stahlwerke, die an Soviet-Bauten erinnernde Prachtarchitektur und die größtenteils entvölkerte Innenstadt geben eindrucksvoll Auskunft über den Niedergang der Großindustie im Kohleabbaugebiet Belgiens und stadtpolitische Fehlentscheidungen. Aber der etwas morbide Charme ist schön anzuschauen und der Gang durch (eigentlich verschlossene) Industriebrachen und Abraumhalden hat richtig Spaß gemacht.
Festes Schuhwerk und ausreichend Getränke (besonders im Sommer) sind absolut anzuraten!

„Rauschen“ in der Kasseler Galerie Coucou


RAUSCHEN
Michael Göbel | Andrea Müller-Osten

Eröffnung: Freitag, 28. September 2018, 19:30 Uhr
2. bis 19. Oktober 2018 | Dienstags bis Freitags | 16:00 bis 20:00 Uhr (und nach Vereinbarung)
Sa 29. + So 30. 9. zum „kunst+kultur-rundgang vorderer westen“ von 13:00 bis 19:00 geöffnet.
GALERIE COUCOU | Elfbuchenstr. 20 | 34119 Kassel | 0170.9699897

…der Pressetext: Weiterlesen

Ausstellung mit Elke Zauner in Bühl

Einladungskarte Bühl 2018

Einladungskarte zur Ausstellung mit Elke Zauner in Bühl

Nach „Raumfluchten“ 2014 stellen Elke Zauner und ich erneut gemeinsam aus:

Elke Zauner / Michael Göbel
13. Juli bis 5. August 2018, Friedrichsbau Bühl, Friedrichstraße 2

Eröffnung: 13. Juli, 19.00 Uhr
Begrüßung: Bürgermeister Wolfgang Jokerst
Einführung: Ernst W. Schneider, Künstler

Öffnungszeiten: Mi – Fr: 16:00 – 19:00 Uhr | Sa – So: 11:00 – 17:00 Uhr
Ausstellungsführung: Sonntag, 22. Juli, 11:00 Uhr
Für alle Veranstaltungen ist der Eintritt frei.
Veranstalter: Stadt Bühl, Kulturbüro, Telefon (0 72 23) 9 35-4 05, Fax 9 35-4 09

Elke Zauner strukturiert in ihren oft großformatigen Malereien komplexe Bildräume durch übereinander gesetzte verschiedene Farbflächen und Linien. Die Räume, in den neueren Arbeiten meist Außenräume, erschließen sich oft erst nach längerer Betrachtung und ließen sich auch nicht nachbauen. So lädt sie den Betrachter ein, in ihnen zu suchen und zu finden.
Die themenbezogenen Konzepte von Michael Göbel beschäftigen sich häufig mit den Überbleibseln unserer Kultur. Mit ironischer Grundhaltung beobachtet er das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Konformität und schafft vordergründig präzise Nachbauten der Wirklichkeit und Nachbildern ähnliche Abbildungen. Bei genauerer Betrachtung werden Erinnerungen und Informationsfragmente aufgezeigt oder Denkprozesse analysiert.

Atelierrundgang

Atelierrundgang 2018 Glasarbeit Atelierrundgang 2018 Stufen 2
Nachdem ich Samstag bei den Kolleg*innen vorbeigeschaut hatte, habe ich Sonntag viele Gäste durch meinen kleinen Arbeitsraum geschleußt – manchmal etwas beengt, aber durchgehend mit netten Gesprächen und interessierten Fragen.
Es war ein rundum gelungenes Wochenende.

Tag der offenen (Atelier-)Tür

Kasseler Atelierrundgang 2018 – Kreative Streifzüge durch die Stadt
80 professionelle Künstlerinnen und Künstler an 40 Standorten im Stadtgebiet

Am 5. und 6. Mai 2018 öffnen 80 professionelle bildende Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliertüren im Kasseler Stadtgebiet zwischen 11 und 19 Uhr und laden zu einem Besuch ein. Ausstellungen, Werkstattgespräche, Aktionen und Performances versprechen ein ungewöhnliches Kunstwochenende. www. atelierundgang.net
Mein Atelier ist am Sonntag, dem 6. Mai geöffnet und ich freue mich auf den Besuch.

Einladung zum Kasseler Atelierrundgang 2018

(Endlichkeit)

Der Tod ist ein Skandal! Aber er gibt dem Leben auch seine Einzigartigkeit. Kein Moment wird zurückkommen. Im brasilianischen Salvador de Bahia steht auf der Fassade der Franziskanerkirche: «Alle Stunden verletzen, die letzte tötet.» Gäbe es die Endlichkeit nicht, gäbe es keine Verantwortung, keine Kreativität, keinen Willen zum Leben. Für den Körper ist der Tod natürlich, die Zellerneuerung des Körpers wird immer langsamer.

Jean Ziegler im schweizer Tagesanzeiger

Jubiläumsausstellung

20. Jahre Künstlerstipendium in Willingshausen
in der Kunsthalle und im Gerhardt von Reutern-Haus Willingshausen
6. August bis 11. September 2016
Kunsthalle Willingshausen, Merzhäuser Straße 1, 34628 Willingshausen
Eröffnung: 5. August 2016, 19.00 Uhr
Zum 20 Jährigen Jubiläum  werden in der Kunsthalle Arbeiten der Stipendiaten gezeigt, die während ihres Aufenthaltes in Willingshausen entstanden sind. Darüber hinaus haben ein Großteil der Stipendiaten (wie ich auch)  als Hommage an das Stipendium und Willingshausen aktuelle Werke geschickt, die aufscheinen lassen, woran sie jetzt arbeiten.
Zur Eröffnung werde ich mich auch mal wieder in Richtung Hirtenhaus aufmachen…

Stipendiaten (in chronologischer Reihenfolge) waren: Anna Holldorf, Daniel Sambo-Richter, Thomas Offhaus, Elke Pollack, Mette Joensen, Michael Fieseler, Michael Lampe, Barbara Wrede, Ulrich Harder, Thomas Henke, Sebastian Hempel, Silke Riechert, Tilo Baumgärtl, Katrin Gaßmann, Jürgen Bergbauer, Verena Landau, Milen Miltchev, Hennig Bohl, Julia Oschatz, Jens Nedowlatschil, Daniel Behrendt, Elke Mark, Andrea Froneck-Kramer, Carsten Weitzmann, Anett Frontzek, Thorsten Streichardt, Markus Stein, Marcel Krummrich, Daniela Witzel, Michael Göbel, Friederike Lorenz, Julia-Charlotte Richter, Anja Köhne, Maciek Rajca, Verena Waldmüller, Nina Kaun, Jana Lange, Romina Abate, Susanne Wagner, Marven Graf, und Thilo Jenssen.

«ECHOS»

Da ich ja nicht nur selbst künstlerisch arbeite, sondern auch gelegentlich Atelierrundgänge organisiere, Ausstellungen zusammenstelle und betreue, und in der Kunsthochschule Kassel tätig bin, gab es die Möglichkeit eine themengebundene Ausstellung mit Studierenden, bzw. Absolventinnen und Absolventen der Hochschule zu machen, zu der ich herzlich einladen möchte.
Die Ausstellung, die ich im Team mit Jutta Lange und meinem Galerie Coucou-Kollegen Milen Krastev kuratiert und organisiert habe, wird am Samstag im Kasseler Museum für Sepulkralkultur eröffnet:
ECHOS – Elf künstlerische Positionen aus der Kunsthochschule Kassel
10. Juli – 11. September 2016  |  Eröffnung: Samstag, 9. Juli 2016, 18.00 Uhr

ECHOS Folder1 ECHOS Folder2