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(Endlichkeit)

Der Tod ist ein Skandal! Aber er gibt dem Leben auch seine Einzigartigkeit. Kein Moment wird zurückkommen. Im brasilianischen Salvador de Bahia steht auf der Fassade der Franziskanerkirche: «Alle Stunden verletzen, die letzte tötet.» Gäbe es die Endlichkeit nicht, gäbe es keine Verantwortung, keine Kreativität, keinen Willen zum Leben. Für den Körper ist der Tod natürlich, die Zellerneuerung des Körpers wird immer langsamer.

Jean Ziegler im schweizer Tagesanzeiger

(weniger)

Ich habe immer alles Überflüssige vermieden und versucht, auch die technischen Innovationen im Vordergrund zu halten. Wenn ein Produkt für den Verbraucher sinnvoll sein soll, muss es etwas Neues bringen, eine neue Technologie oder einen neuen Gebrauchsnutzen. Mein Leitspruch bis heute: Weniger, aber besser.

Dieter Rams

(unterhalten)

Denn Kunstwerke sprechen nie nur mit dem Betrachter, der sie gerade anschaut. Sie unterhalten sich gleichzeitig mit allen anderen Kunstwerken, die es je gab und die es noch irgendwann geben könnte.

Kolja Reichert, FAZ

387, Kasseler Kulturbahnhof

Bilder aus der Gruppenausstellung „Isolation“

(hassen)

Die Freiheit haßt am meisten den Tod,
aber gleich danach die Liebe.

Elias Canetti

Presseartikel zur Gruppenausstellung

1. Dezember 2016 HNA S. 37
HNA, Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 1. Dezember 2016

ISOLATION @387 im Kulturbahnhof Kassel

Einladung Isolation

Meine „Stufen“-Arbeit gibt es in einer Gruppenausstellung in Kassel zu sehen, zu der ich herzlich einladen möchte:

ISOLATION
Marco Di Carlo
Shpresa Faqi
Michael Göbel
Liz Mülleneisen
Maja Oschmann
Maya Sikorska
26. November bis 18 Dezember 2016 | 387, KulturBahnhof-Südflügel, Kassel | täglich 14–18 Uhr
Eröffnung: Freitag, 25.11.2016, 18 Uhr

Stufen 3 & 4

Auch der dritte und vierte Teil meiner Skulpturenserie ist inzwischen fertig.
(Bisher auch hier nur Detailaufnahmen, da im Atelier zur Zeit einfach kein Platz ist die vier Blöcke als Ganzes zu Fotografieren.)

Stufen III (pic. 1) Stufen III (pic. 2)

Stufen IV (pic. 1) Stufen IV (pic. 2) Stufen IV (pic. 3)

„Stufen“ (aus der Serie der „Gedankengebäude“), 2016
Lack auf Holzwerkstoffen, je 55 x 40 x 130cm

(nicht einmal hässlich)

Das Unheil existiert nicht, es ist anderswo. Die kleinste Katastrophe hätte vielleicht genügt, um dich zu retten; du hättest alles verloren, du hättest etwas zu verteidigen gehabt, hättest Worte zu sagen gehabt, um zu überzeugen, um aufzuwühlen. Aber du bist nicht einmal krank. Weder deine Tage noch deine Nächte sind in Gefahr. Deine Augen sehen, deine Hand zittert nicht, dein Puls ist regelmäßig, dein Herz schlägt. Wärest du hässlich, wäre deine Hässlichkeit vielleicht faszinierend, aber du bist nicht einmal hässlich, du bist kein Buckliger, kein Stotterer, kein Einarmiger, kein Einbeiniger, ja, du hinkst nicht einmal.

Georges Perec „Ein Mann der schläft“