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Neue Aufgaben (back to school)

Ab nächste Woche werde ich für ein Jahr eine Vertretungsdozentur in der Basisklasse Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel übernehmen. Ich bin als künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Einführung in die künstlerischen Medien „Objekt / Skulptur / Raum“ zuständig und betreue gemeinsam mit Prof. Ella Ziegler, Prof. Jens Brand und Ina Bierstedt die Erst- und Zweitsemenster Studentinnen und Studenten.

Die Artothek Kassel in der documenta-Halle

Artothek
Die Artothek Kassel – Eine Bestandsbesichtigung
20.08. – 06. 09.2014
Eröffnung: Dienstag, 19. August 2014 um 19.30 Uhr
documenta-Halle Kassel, Du-Ry-Straße 1, 34117 Kassel

Die Artothek umfasst aktuell ca. 400 Kunstwerke von 1907 bis 2014. Die Ausstellung präsentiert den Gesamtbestand (!) und gibt so erstmal einen vollständigen Überblick des ausleihbaren Angebots.

Neben zwei meiner Arbeiten kann man eine Menge spannende Kunst sehen!

URS LÜTHI ZEIGT: NOPRESSION

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MIT: JUDITH AUGUSTIN, SEUNG HYUN BAEK, KATHRIN BALKENHOL, STEFAN BAST,  HENNING BOHL, BARBARA BUX, MARTIN DEGE, LOTTE DIETMAR, FRANK DÖLLING, REINHARD DOUBRAWA, EKACHAI EKSAROJ, ANGELA ENDER, SHPRESA FAQI, STEFAN GEBHARDT, SÖREN GERHARDT, MICHAEL GÖBEL,TOMOKO GOTO, MONIKA GÖTZ, JUTTA HERRMANN, ANNA HOFFMANN, ÜNSAL IÇÖZ, NINA JANSEN, HORST JONESCU, HARM-HEYE KANINSKI, REYUNG MOON KIM, LINDA-JOSEPHINE KNOP, LUTZ KÖNECKE, MILEN KRASTEV, TAEK-KEUN LEE, UTE LINDNER, FRIEDERIKE LORENZ, URS LÜTHI, MARTINAFISCHER13, MICHAELA MEISE, RALF MICHNA, SYLVIA MÖLLER, INGMAR MRUK, CHARLOTTEMUMM, JENS NEDOWLATSCHIL, ARTUR NIESTROJ, JAN MARTIN NÜRNBERG, KATHRIN RABENORT, FLAUT M. RAUCH, ANJA RODE, OLIVER SCHARFBIER, ANN SCHOMBURG, MARKUS STEIN, SÜNJE TODT, NASIRA TURGANBAJ, MORITZ UNGER, CATRINE VAL, VIDAL & GROTH, DARIUS VÖHRINGER, MARKUS VOIT, LILIAN VON PHILIPPOVICH, JOHANNES VON STENGLIN, SARAH WEGNER, KIM WELLING, MORITZ WIEDEMANN, ARNE WITT, LEI XUE, RUI YIN

Eine Ausstellung in der Galerie Coucou und im Kasseler Kunstverein

28. Juni – 13. Juli 2014
Eröffnung:
27. Juni 2014, 17 Uhr: Galerie Coucou
27. Juni 2014, 20 Uhr: Kasseler Kunstverein

Programm 27.06.14

17 Uhr Galerie Coucou
Begrüßung – Milen Krastev (Galerieleitung Coucou)

20 Uhr Kasseler Kunstverein
Begrüßung – Kathrin Balkenhol (zweite Vorsitzende d. Kasseler Kunstvereins)
Grußwort – Bertram Hilgen (Oberbürgermeister)
Einführung – Prof. Heiner Georgsdorf

Öffnungszeiten:
Kasseler Kunstverein: Mi – So von 11–18 Uhr, Do von 11 – 20 Uhr
Eintritt: 4,-/2,- Euro

Galerie Coucou: Mi – Sa von 15 –18 Uhr
Kein Eintritt

Künstlerführungen im Kasseler Kunstverein
Samstag 05.07.14/14 Uhr
Samstag 12.07.14/14 Uhr

Die Ausstellung NOPRESSION wird von dem Schweizer Künstler Urs Lüthi (*1947 in Kriens, Luzern) kuratiert. Zum Ende seiner mehr als 20-jährigen Arbeit als Kunstprofessor an der Kunsthochschule Kassel reflektiert er seine Rolle als Künstlersubjekt und Lehrer mit einer Installation, die neben seiner eigenen Arbeit Werke von 62 Künstler/innen enthält, die einst bei ihm studiert haben.
Urs Lüthi ist international anerkannt und seit den 1960/70er Jahren eine feste Größe im Kunstbetrieb. Er war Teilnehmer der documenta 6 (1977) und bespielte den Schweizer Pavillon bei der 49. Biennale in Venedig (2001). Zahlreiche monografische Publikationen und Artikel widmen sich seinem Werk. Der Künstler wurde unter anderem mit dem Arnold-Bode-Preis (2009) und dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern (2010) ausgezeichnet. Seine Werke befinden sich in renommierten privaten und öffentlichen Sammlungen, u.a. Sammlung Falckenberg, Kunsthalle Stuttgart, Lehnbachaus, Centre Pompidou und Museumslandschaft Hessen Kassel.
In der Ausstellung NOPRESSION geht es dennoch nicht nur um die Einzelposition Urs Lüthi, sondern auch um seinen Blick auf die künstlerischen Positionen seiner ehemaligen Kunststudenten/innen und Meisterschüler/innen der letzten 20 Jahre. Aus dem Lehrer/Schüler-Verhältnis ist eine Begegnung auf Augenhöhe entstanden.
Die Künstlerliste umfasst mehrere Generationen ehemaliger Lüthi Schüler/innen und reicht von in den 1960er bis 80er Jahren geborenen Künstlerinnen und Künstler. Mehr als ein Drittel von ihnen arbeitet in einem Atelierstandort in Hessen oder hat enge Verbindung dazu. Einige waren seinerzeit mit einem internationalen Hintergrund nach Kassel gekommen und knüpfen nun europa- und weltweit ihre Netze.
Nicht zuletzt legt die Ausstellung ein eindrucksvolles Zeugnis über das künstlerische Wirken von Urs Lüthi ab, der seit Jahrzehnten pointiert und vieldeutig zu gesellschaftlichen Prozessen Stellung nimmt und die Rolle des Künstlersubjekts und die Frage nach der Identität immer wieder reflektiert.
NOPRESSION ist eine spannende und intensive Begegnung mit der zeitgenössischen Kunst und bietet durch den kuratorischen Blick des Künstlers einen unmittelbaren Zugang.
Zugleich würdigt die Ausstellung das lange Wirken Urs Lüthis an der Kunsthochschule in Kassel und ermöglicht einen facettenreichen Blick auf die künstlerischen Positionen, die daraus hervorgegangen sind.
Urs Lüthis Arbeiten werden in der Galerie Coucou, Werner-Hilpert-Str. 8, 34117 Kassel gezeigt*. Im Kasseler Kunstverein sind die Positionen 62 seiner ehemaligen Student/innen und Meisterschüler/innen zu sehen.

Die Ausstellung läuft unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Bertram Hilgen und ist in Zusammenarbeit der Galerie Coucou mit dem Kasseler Kunstverein und dem Kulturamt der Stadt Kassel entstanden.

Unterstütz durch:
Kunsthochschule Kassel, Kasseler Dokumentarfilm– und Videofest, Kasseler Atelierrundgang, 387, Tokonoma e.V.

Alles neu, macht

…der Mai?
etwas verfrüht, aber da es hier aufgrund eines Serverumzugs in der letzten Zeit etwas „holprig“ zuging, hab ich das ganze Dings mal neu aufgesetzt.

edit 2. 5. 2014:
Es funktioniert alles wieder und Beiträge soll es jetzt wieder etwas regelmäßiger geben. Vorgenommen.

ausstellungsbesprechung

bevor ich dazu gekommen bin die fotos der ausstellung aufzubereiten, gibts hier eine besprechung aus der badischen zeitung (dort auf der webseite auch mit bild):

Expansive Malerei trifft auf dreidimensionale Kulturkritik
Malerin Elke Zauner und Objektkünstler Michael Göbel zeigen im Artforum ihre gemeinsamen künstlerischen Ansätze.

OFFENBURG. Scheinbar spielerisch haben die beiden Künstler Elke Zauner und Michael Göbel in der Galerie des Artforums die Räume bestückt. Leicht und frei kommen die Kunstwerke auf Wand und Sockel daher, als ob man daran weitermalen und weiterbauen könnte. Dabei ist alles streng geplant. Kein Bild von Zauner entsteht aus dem gestischen Strich und kein Objekt stellt Göbel mit schneller Hand zusammen. Die Malerin aus München und der Objektkünstler aus Kassel haben sich bei Symposien kennengelernt und bemerkt, dass sie künstlerisch ähnliche Ansätze haben. Dies ist ihre erste gemeinsame Ausstellung: er, 1973 in Niedersachsen geboren, Studium an der Kunsthochschule in Kassel – sie, 1972 in Bayern geboren, Studium an der Akademie für bildende Künste in München.

Da sind die bemalten Wände und Leinwände von Elke Zauner, die quasi über sich hinausmalt. Expansiv sind die Konstruktionen, die sie zunächst auf einer Leinwand anlegt, deren Linien und Farbflächen jedoch den dafür vorgesehenen Rahmen verlassen und sich wie Baugerüste und Kräne über die gesamte Wand verteilen und ihre eigene Architektur schaffen. Perspektivische Fluchten bringen Dynamik, Farbe verleiht den Linien Hierarchie und den Flächen harmonische Muster. Der Betrachter beobachtet von seinem Standort aus den Bau einer Großstadt im Zeitraffer.

Stillstand, Eingefrorensein als Gefühlsausdruck, vermitteln die Arbeiten von Michael Göbel. Zwei Modelle bereits ausgeführter Arbeiten liegen wie Opfer einer beendeten Freizeitkultur auf einem Sockel: das Fragment eines Riesenrads und das eines Kettenkarussells. Inhaltlich eine ebenso zufällige wie treffliche Ergänzung zum großen Wandbild von Elke Zauner, das sie Phantasialand genannt hat. Die Eindrücke habe sie beim Arbeiten im Freizeitpark bei Köln gesammelt. Auch das Riesenrad von Michael Göbel hat eine reale Geschichte. Der Künstler bezieht sich auf einen Mitte der 1980er Jahre in Plan befindlichen Rummelplatz in Prypjat, der den Angestellten des Atommeilers in Tschernobyl Abwechslung verschaffen sollte. Das Projekt ist gestoppt worden.

Göbel schafft dreidimensionale Objekte und gibt ihnen einen einheitlichen Anstrich. Gleichmachen will er individuelle Erscheinungen, kaum mehr unterscheidbar voneinander – ob es Baukastenelemente sind, die er in seiner eierschalenfarbenen Pförtnerloge zeigt, oder Riesenrad und Karussell. Unter ihrer monochromen Hülle verlieren die Gegenstände ihre Einzigartigkeit. Göbel setzt sich kulturkritisch mit dem Individualismus auseinander. Auf der oberen Etage zeigt er seine Schmetterlingssammlung, die er selbst gebaut und einheitlich geschwärzt hat, ebenso Armbanduhren in offenen Schatullen. So entzieht er den Dingen ihre Daseinsberechtigung als bunte Schönheit oder modernes Designobjekt. Auch zeichnerisch untersucht Göbel die Grenzen des Monochromen. Mit hellen Grautönen auf weißem Papier entwirft der Künstler Stillleben, die ganz subtil ihre Komplexität entfalten.

Künstlerkreis Ortenau: Bis 23. März Ausstellung „Raumfluchten“ von Elke Zauner (Malerei) und Michael Göbel (Skulptur/Objekt), Galerie im Artforum, Okenstraße 57, Offenburg. Öffnungszeiten: Freitag, 17 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag, 14 bis 17 Uhr. Weitere Informationen unter http://www.kuenstlerkreis-ortenau.de

kasseler atelierrundgang 2013

Kasseler Atelierrundgang 2013 - Einladung

am 28. und 29. september 2013 öffnen 82 künstlerinnen und künstler ihre ateliertüren im stadtgebiet und laden von 11 bis 19 uhr zu einem besuch ein.
mit der standortnummer 19 werde ich am samstag, dem 28. 9. meinen kleinen arbeitsraum von 11 bis 19 uhr geöffnet haben.
ich freue mich auf viele besuche und gespräche in der breitscheidstr. 42 im dachgeschoss.
weitere infos unter: www.atelierrundgang.net

ausstellungsgestaltung

zur abwechslung mal die dokumentation einer meiner angewandten auftragsarbeiten:

für das museum für sepulkralkultur habe ich das corporate design und die gestaltung der ausstellung tanz&tod übernommen. hier eine menge bilder aus der ausstellung, die noch bis zum 8. september in kassel zu sehen ist.

tanz&tod - aussenwerbung

tanz&tod - eingang in die ausstellung mit "tanzendem" vorhang tanz&tod - raum I tanz&tod - raum I tanz&tod - spiegelinstallation und fotos einer pina bausch aufführung

tanz&tod - einbau für die originalfotografien und eine tanzmaske von mary wigman (1920er jahre) tanz&tod - mary-wigman-raum tanz&tod - raum II

tanz&tod - valeska gert tanz&tod - tadashi-endo-raum tanz&tod - mittelebene und obergeschoss

tanz&tod - orpheo inszenierung mit fotografien von corinna rosteck und kulissenfragmenten aus dem kasseler staatstheater tanz&tod - ghana tanz&tod - laufsteg inszenierung für die modenschau von lena hoscheck

tanz&tod - integration der ausstellung in die dauerpräsentation des museums tanz&tod - integration der videos von samuel beckett ("das quadrat") und werner ruhnau in die dauerpräsentation des museums

der spannende katalog zur ausstellung, sowie das faltblatt und die plakate wurden vom kollegen andreas sandmann im gesamtkonzept umgesetzt und typografisch gestaltet.

tanz&tod - faltblatt + katalog

(…) Warum sich also trotzdem Tanz und Tod in vermutlich den meisten, wenn nicht allen Kulturen, so häufig verbinden, warum Tanz und Tod vom Menschen verbunden werden in Bildern, im Film, in Choreografien, dieser Frage kann man zur Zeit anhand einer vielfältigen Ausstellung im Kasseler Museum für Sepulkralkultur nachgehen, die unter dem Titel „tanz&tod“ steht – mit einem „&“ in der Mitte, das wie ein Klettverschluss wirkt. (…)

(sylvia staude, „tanzend zur letzten ruhe“, frankfurter rundschau, 9. 7. 2013)