sonne

sonne im fjord
zugegeben, etwas überrepäsentiert hier, aber man entwickelt ein anderes verhältnis zu dem licht und wärme bringenden himmelskörper wenn der sich so extrem rar macht wie hier… gestern schneesturm, und die tage davor bewölktes zwielicht.

nonni [jón sveinsson]

Th. hat mich darauf hingewiesen (und mir gleich den artikel geschickt – danke dafür!), das in der faz von donnerstag(?) ein grosser artikel über den weltberühmten schriftsteller und sohn der stadt akureyri ist. also für faz-leser: die im artikel erwähnte eiskathedrale ist die kirche, die man auf meinem foto vom guest-studio (das mit dem roten punkt) oberhalb sieht – die strasse ist, wie gesagt, die ebenfalls erwähnte listagil. am golfplatz bin ich schon vorbeigelaufen (eingeschneit), und das skigebiet eröffnet angeblich nächstes wochenende die saison. ausserdem kann ich natürlich noch berichten, das vor dem winzigen nonnahús (touristische attraktion, die aber nur im sommer geöffnet hat) eine lustige bronze desselben steht (vielleicht reiche ich noch fotos nach).
über die ausstellung in köln ist übrigens auch ein kleinerer artikel im heutigen fréttabladid – wenn also jmd auf isländisch nochmal nachlesen möchte würde ich ein foto machen…

balance

einsamkeit –versus– reflektion des eigenen selbst
aktion –versus– lethargie
zerstreuung –versus– konzentration

es hat länger gebraucht als erwartet, aber es hat sich eine angenehme ausgeglichenheit eigestellt.

myvatn tour

die „grössere bildershow“ meiner sightseeing tour zum mückensee und zum vulkangebiet krafla habe ich ausnahmsweise mal hinter dem „weiterlesen“ am ende des eintrags ausgelagert, da das den rahmen hier doch etwas sprengt. nur ein paar eindrücke:

myvatn

spalte

sonnenuntergang krafla

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sundlaug

vor sonnenaufgang tages(licht)anbruch ins freibad. vereiste strassen.
ein bischen schwimmen. nahezu nur rentner ausser mir – natürlich. gefühlte stunden lang im dampfenden 38° warmen wasser sitzen. nebelschwaden.

der fingerabdruckscanner im thinkpad will erst nach dem vierten versuch das grüne häkchen zeigen – spülhände.
problems of modern living.

winterreise

anfang dezember wollte ich ja eigentlich noch ein wenig durchs nord-westliche island tingeln, bevor ich meine letzte woche (6. bis 14. dez) in der landeshauptstadt verbringe. die westfjörde hatte ich mir ausgeguckt, aber davon werde ich nach meinem besuch der touri-information wohl abstand nehmen. in diesem recht zerklüfteten landesteil fahren im winter überhaupt keine busse mehr, und wenn autos, dann nur höhergelegte, vierradgetriebene. man ist dort auch gerne mal für ein paar tage (wenns hart kommt wochen) eingeschlossen, wenn die strassen dicht sind. nach der hälfte des gesprächs haben wir dann festgestellt, das sie aus dem saarland kommt, und auf deutsch hat sie mir dann verraten, das gerade nicht die hauptreisezeit für island wäre – aber zumindest sollten die guest-houses nicht überfüllt sein…

ich denke ich werde dann auf der etwas südlicheren halbinsel snaefellsnes nochmal station machen.

lesen

da martin suters „die dunkle seite des mondes“, das mir M.s bruder J. mitgegeben hatte, wegen der wartezeiten während der anreise nicht wirklich lange gehalten hatte (gutes buch im übrigen) war ich ganz glücklich unter den hiergelassenen bücher meiner vorgängerinnen und vorgänger direkt eines in deutscher sprache zu finden. ich hätte mich ansonsten weiter mit dem mitgebrachten reiseführer „island“ und meinem kunsttheorieband „die welt als t-shirt“ (beat wyss) beschäftigen müssen, was ja nicht schlecht ist (und ich auch tue), aber nichts zum nebenbei lesen und abschalten.
das buch, dass mir hier in die hände fiel war von marianne wesson mit dem nicht gerade viel versprechenden titel „sein letztes wort“. dann steht hinten auch noch drauf:

„ein exzellentes debüt!“ donna leon

bestsellerautorinnen werden doch bestimmt dafür bezahlt, das man ihren namen auf irgendwelche anderen bücher drucken darf… die zusammenfassung versprach

„die gefährliche gratwanderung einer jungen frau zwischen gewissen und gerechtigkeit, zwischen moral und verbotenen gefühlen.“

huhu, gehts noch? solider krimi/roman im amerikanischen anwaltsmilieu mit den üblichen zutaten: sex (nur ganz wenig!), böser mann (vergewaltiger aber unschuldiger mörder?), andere böse männer (sadisten und vergewaltiger!), juristische spitzfindigkeiten, ausgeflippte freundin und lesbe und -für usa- natürlich noch ein bischen schwarz/weiss. alles dabei. irgendeine randgruppe vergessen? erstaunt hat mich nur das fehlen eines zurechtgebogenen hollywood-happy-ends. (bruce! wo bist du wenn man dich braucht?)
der grund, warum ich mich über dieses buch hier überhaupt auslasse ist der, das ich, nachdem ich es jetzt durchgelesen habe, den schrank mit den „livra non grata“ (es kann bestimmt jmd besser latein als ich und korrigiert mich bitte) nochmal genauer angeschaut habe:

livra non grata

es sind noch zwei in deutscher sprache da:

james cleugh: die medici
macht und glanz einer europäischen familie. mit 149 abbildungen. dtv geschichte, © 1980

und:

bernhard kegel „sexy sons“
roman. fischer tb, © 2001/2003

in letzterem hat jemand folgenden freundlichen hinweis hinterlassen:

sexy sons

laut klappentext geht es um genmanipulationen und biotechnologie in der zukunft – nach dem weiblichen matlock also wohl eher was in richtung gattaca.
das werd‘ ich jetzt mal lesen. danach wende ich mich dann evt. mal einem der exemplare in englischer sprache zu, schliesslich bin ich hier nicht in florenz!